Statement der Freien Wählerschaft Sanding
zum gemeinsamen Flyer von CSU und Freien Wählern Thalmassing:
Manchmal braucht es wohl ein gemeinsames Thema, damit Parteien zusammenfinden, die sonst kaum einer Meinung sind. Wenn die angestoßene Diskussion über den Standort eines neuen Kinderhauses dazu beiträgt, dass endlich alle über die Zukunft unserer Kinder sprechen – dann freuen wir uns ehrlich darüber.
Denn am Ende geht es nicht um Parteifarben und Schlagzeilen, sondern darum, dass unsere Kleinsten schnellstmöglich einen guten Platz zum Wachsen bekommen.
Wir bleiben bei unserer Argumentation stets sachlich und offen, denn uns ist ein konstruktiver Austausch besonders wichtig. Auch in kontroversen Diskussionen setzen wir auf einen respektvollen Dialog und wollen gemeinsam Lösungen finden. Vor allem liegt uns am Herzen, dass das Gespräch zwischen allen Beteiligten jederzeit möglich bleibt und wir zusammen an der besten Zukunft für unsere Kinder arbeiten.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
es wurde bereits viel zu diesem Thema geschrieben und gesagt, dennoch möchten wir in aller Kürze noch ein paar Anmerkungen zum Flyer von CSU/FW Thalmassing machen:
Im Herbst 2022 haben wir, die FWS, dem Baugebiet „Auf der Hohen Grippen“ zugestimmt. Es wurde uns zugesichert, dass das Vorhaben mit dem Investor im Mühlfeld abgestimmt sei. Später stellte sich heraus, dass diese Absprache nicht bestand und die Gemeinde dadurch möglicherweise rechtliche Konsequenzen zu erwarten hat. Fortan distanzieren wir uns vom Baugebiet „Auf der Hohen Grippen“.
Herr Bürgermeister Parzefall hat die Verhandlungen mit dem Investor Mühlfeld ohne Nachverhandlungen beendet. Dadurch gab es keinen Zeitplan für den Bau eines neuen Kinderhauses. Eine Containerlösung als Übergangslösung wurde deshalb notwendig. Dieser Übergangslösung haben wir natürlich zugestimmt, denn eine Ablehnung wäre klar gegen die Interessen der Eltern und Kinder gerichtet – und das ist für uns keine Option. Außerdem haben alle einen rechtlichen Anspruch auf einen Kita-Platz.
Die Aussage, dass der Investor im Mühlfeld ausschließlich auf Erbbaurecht veräußert, ist nicht korrekt. Im April 2025 wurde die Gemeinde schriftlich darauf hingewiesen, dass eine Kaufoption wie beim Feuerwehrgrundstück möglich sei. Im BG Mühlfeld sind die Kosten für Grundstück und Erschließung bekannt, für das BG „Auf der Hohen Grippen“ fehlen aktuell diese Angaben noch.
Es wird weiter behauptet, das Kinderhaus Bonifaz-Wimmer sei zu klein. Bürgermeister Haase setzte sich damals stark für eine Hortgruppe ein – heute ist sie unverzichtbar. Die Größe der KiTa darf jedoch nur so geplant werden, wie es das Landratsamt genehmigt, das sollte jedem Gemeinderat bekannt sein. Die Bedarfsfeststellung für den Bau des Bonifaz-Wimmer-Kinderhauses wurde einstimmig beschlossen – dem stimmten auch Räte von CSU und den Freien Wählern Thalmassing zu.
Unser Fazit:
Eigentlich hätten wir Argumente für den Standort „Auf der Hohen Grippen“ und für die Zukunft erwartet, stattdessen befasste sich die Stellungnahme der CSU & FW lediglich mit der Vergangenheit.
Wir bleiben sachlich, offen – und vor allem: im Dialog.



